Standort Saarbrücken


Gußwerke Saarbrücken GmbH 

Es existiert eine urkundliche Erwähnung, dass schon 1431 am Fuße des Halbergs Eisen geschmolzen wurde. Im Jahr 1756 gründete Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken die Halbergerhütte als Schmelz- und Hammerwerk. Dazu wurde die Obere Mühle in Brebach – damals ein Örtchen mit einer Handvoll Häusern – umgebaut. Die Entwicklung der Gemeinde Brebach ist unmittelbar mit dem Aufschwung der Gießerei vor den Toren Saarbrückens verbunden.

1809 übernimmt die Industriellenfamilie Stumm die Schmelze; die Stumms kontrollierten in diesen Jahren sämtliche Hüttenwerke im Hunsrück und an der Saar. Zum Großbetrieb wurde das Werk dann durch die Übernahme der Kommanditgesellschaft Stumm/Böcking im Jahr 1867; sie begannen mit dem Rohrleitungsguss. Die ersten Zylinderblöcke gossen die Halberger in ihrem Tochterwerk in Ludwigshafen. Das war 1915. Vier Jahre später, nach dem Tod von Böcking, ging dann das Unternehmen in die Interessengemeinschaft Pont-à-Mousson-Stumm-Böcking über; die Franzosen hielten 60 Prozent der Anteile.

1957 begann der Aufbau der Fahrzeugguss-Produktion im Bereich der Kirchstraße. Hier wurden seit 1937 Formstücke und Kanalguss gefertigt. Durch die Lage abseits von Hauptverkehrswegen blieb dieser Gießerei-Standort einer größeren Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Seit 1972 war die Halbergerhütte zu 100% im Besitz des französischen Konzerns Pont-à-Mousson. 1988 begann mit der Gründung der Halberg Guss GmbH die Ausgliederung des Maschinengusses aus der Halbergerhütte; sie konzentrierte sich auf den Rohrleitungsguss und verkaufte 1991 ihre Anteile an die Groupe Valois.

Mit Datum 07.12.2018 haben die neu gegründeten Gesellschaften Gußwerke Saarbrücken GmbH und Gußwerke Leipzig GmbH sowie deren Grundstücksverwaltungs-Schwestergesellschaften die Vermögensgegenstände der NEUE HALBERG-GUSS GmbH im Rahmen einer sogenannten Asset-Deal-Transaktion übernommen.

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